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HARRACHOV. Gestern, 23 Uhr, an der Autobahn-Raststation in Sattledt: Die ÖSV-Adler, die mit einem komfortablen Reisebus unterwegs zum Weltcupspringen nach Harrachov sind, legen einen Zwischenstopp ein, um Michael Hayböck aufzulesen. Der junge Hinzenbacher Athlet darf wie schon in Lillehammer auch in Tschechien wieder seine Flügel ausbreiten.

Ein Platz bleibt aber leer. Ein Platz, der für den Überflieger der vergangenen Jahre reserviert war: Gregor Schlierenzauer. Der Tiroler hat auf seinen verhaltenen Saisonauftakt mit den Plätzen 20, 14 (jeweils Lillehammer), 16 (Kuopio) und 14 (Kuusamo) reagiert und seine Flugshow in Harrachov storniert. Beim gemeinsamen Training mit seinem Stamser Stützpunktbetreuer Markus Maurberger sucht der Sieger von 32 Weltcupspringen einen Weg aus dem Tief: „Ich habe in den letzten Tagen intensive Analysen betrieben, warum es in Skandinavien nicht wie erhofft gelaufen ist“, sagt Perfektionist Schlierenzauer.

Ein Ansatz ist die Verbesserung der Hocke: Auf unterschiedlich geneigten Wegen in seinem Heimatort Fulpmes imitierte der 32-fache Weltcupsieger die Anfahrt auf Rollerblades oder Skirollern. „Wenn Gregor eine Hocke findet, in der er sich wohlfühlt, ist mit ihm sensationell zu rechnen“, sagt Maurberger, der den Schlieri von klein auf kennt. Arbeiten in aller Ruhe sei wichtig, um das „richtige Gefühl“ zu finden. Und um die Dinge einfach laufen zu lassen. Ein Training auf der Normalschanze in Seefeld soll Schlierenzauer letztendlich wieder dahin bringen, wo er hingehört: an die Spitze. Viel Zeit bis zum ersten Saisonhöhepunkt, der Vierschanzentournee, bleibt freilich nicht mehr.

Vielleicht kann sich Schlierenzauer etwas von Thomas Morgenstern abschauen. Der Kärntner zweifelte nach einer Traumsaison 2007/2008 mit zehn Weltcupsiegen auch an sich. Heuer kehrte der 24-Jährige erstarkt zurück, und nach seinen zwei Siegen in Lillehammer fährt er voller Selbstvertrauen zu den Wettkämpfen auf der Certak-Schanze im Riesengebirge.

„Die Schanze taugt mir. Sie ähnelt der in Bischofshofen.“ Dort hatte Morgenstern heuer am 6. Jänner eine sieglose Periode von fast zwei Jahren beendet
 
 
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